Drehbuch & Regie
Das geschriebene Wort ist mein frühestes künstlerisches Ausdrucksmittel. Heute werden daraus Drehbücher und dann bewegte Bilder. Ich vertraue auf ihre Kraft, Menschen unmittelbar und direkt anzusprechen.
Das Herz jedes Films ist eine gute Geschichte. Als Regie habe ich die Verantwortung und das Privileg, sie zu erzählen – natürlich nicht alleine. Deswegen muss meine Vision stark sein, das Team begeistern und dann gemeinsam ausgeführt werden – sodass ich im richtigen Moment loslassen und mich voll auf meine Darstellenden konzentrieren kann.
Bei Festivals für interaktives, niederschwelliges Filmemachen konnte ich erstmals ausprobieren, Drehbücher zu schreiben und Regie zu führen. Ich scheute mich, Inspiration aus meinem eigenen Leben zu ziehen, weil ich Angst hatte, dadurch auf meine trans Identität reduziert zu werden. Im Laufe meines Filmstudiums und bei der Beobachtung der gesellschaftlichen Entwicklungen merkte ich aber mehr und mehr, dass ich eine einzigartige Perspektive einnehme und aus dieser schöpfen will. Ich will Filme machen, die jenseits von Gewalt, Drama und Klischees authentische Erfahrungen verdichten. Sie sollen der TIN* (trans inter* nichtbinär) Community ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Hoffnung geben. Alle anderen sollen einen realistischen Einblick in trans Lebenswelten bekommen.
Projekte (Auswahl)
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Noah's Journey (2025)
© GMP
© GMP
Herbst 2014: Physiker Noah Kutschera meint, am Ende seines Weges angekommen zu sein. Der trans Mann will mit dem Post-Doc in Wien ein neues Leben beginnen und ab jetzt stealth leben. Das wissenschaftliche Umfeld, aber auch erste Berührungspunkte mit der queeren Community verlangen nach einer neuen Auseinandersetzung mit sich selbst.
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F to M (2019)
Dieser spontan während des Hamburger Kinokabarets 2019 entstandene Kurzfilm ist meine erste direkte Auseinandersetzung mit meinem trans Sein und ein sehr persönliches, mir immer noch liebes Projekt.
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Stay Sane (2018)
Ein interaktives Videospiel mit realen Filmsequenzen, bei dem es nicht nur darum geht, Rätsel zu lösen, sondern auch Hauptfigur Kevin vor dem Ausbruch einer Panikattacke zu retten. Das Arbeiten mit mentalen Ausnahmezuständen und einer multinarrativen Handlungsstruktur stellten eine interessante Herausforderung dar.