Szenenbild
Bei Studierendenprojekten der Filmakademie Wien kam ich mit Szenenbild das erste Mal in Berührung. Durch Farben, Materialien und Gegenstände ohne Worte über die Charaktere zu erzählen und immer neue Orte zu erschaffen, finde ich auch nach über zehn Jahren aufregend und inspirierend.
Alle Phasen, die das Szenenbild eines Films durchläuft, führe ich mit Genauigkeit, Eigeninitiative und Liebe zum Detail durch. Besondere Freude bereitet mir das Finden und Bauen von möglichst spezifischen Requisiten. Mein Studium der Kunstgeschichte ist eine Wissensbasis, auf die ich immer wieder gerne zurückgreife.
Projekte (Auswahl)
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Muttersprache (2023)
© Nicole Stiegler
Mutter- und Tochterschaft inmitten überladener, minutiös ausgestatteter Bilder. Die reduzierte Wohnung der Tochter, ganz kühle Farben und Metall, und die Wohnung der Mutter, ein Sammelsurium aus Jahrzehnten, warme Farben und dampfende Töpfe am Herd.
"Muttersprache" auf Joyn.at ansehen -
Drowning in the Sea (2022)
© Eve Roth
© Eve Roth
Liebe und Tod, Herzschmerz und Illusion. Das Musikvideo lebt vom Kontrast zwischen düsteren, rot-schwarzen Bildern und hell-pinken Fantasiebildern – und Unmengen an Rosen.
"Drowning in the Sea" auf YouTube ansehen -
Refuge (2019)
© Sarah Logan Hofstein
Eine Reflektion über die Vertriebenen von damals und heute. Der Film lebt von der reduzierten Farbpalette und den winterlichen Außenaufnahmen, die mit dem prächtigen Stadttempel am Schwedenplatz kontrastieren.
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L'Oasis (2018)
© Max Hammel
© Max Hammel
Der Film stellt die Frage über die Balance zwischen Ordnung und Chaos. Er spielt komplett in einem Garten und zeichnet sich durch ein strenges Farbschema zwischen rot und blau, das die Spannung zwischen dem aktiven und dem passiven Charakter widerspiegelt.
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Jungwild (2017)
© Bernhard Wenger
© Bernhard Wenger
Michael will von dem von seinem Vater vorgegebenen Weg abweichen. Sein Zimmer und das Motocross sind ein rebellischer Kontrast zur klassisch österreichischen Sinfonie in beige und Holz, in der sich die Eltern bewegen.
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Bier & Calippo (2017)
© Paul Ploberger
© GMP
Jung sein, großer Aufbruch, oder doch große Verantwortung? Der Tourbus und das im Studio nachgebaute Raststättenklo erlauben viel Persönlichkeit und stilles Narrativ auf kleiner Fläche.